Mesmerische Striche

Die „Mesmerischen Striche“ bei Lähmungen nach einem Schlaganfall wirken sehr gut, auch wenn der Schlaganfall schon Jahre zurück liegt. Mindestens 20 Minuten streichen von Kopf bis zu den Füßen, dann der eigenen Intuition folgen. Meist verspürt man dann das Bedürfnis sich bestimmten Regionen intensiver zuzuwenden. Nach ca. 15 Minuten zusätzlich Suggestionen einfließen lassen. Ganz gezielt Bewegungen der betroffenen Gliedmaßen suggerieren. Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass man es dem Partner oder Angehörigen der Betroffenen zeigen/beibringen (am besten in die Sitzung einbinden) kann und diese es dann zuhause fortführen können. Meist spüren die Betroffenen schon bei der ersten Behandlung eine Veränderung (kribbeln, ziehen etc.). Wenn man Bewegung suggeriert muss man die betroffenen Gliedmaßen genau beobachten und bei den ersten Mikrobewegungen sofort großes Lob und Dankbarkeit aussprechen. Quelle FB

Das Haptische Einleitungsverfahren ist die Hypnoseeinleitung unter Nutzung des Tastsinns. Auch die mesmerische Striche die nur in geringem Abstand vom Körper durchgefuehrt werden gehören für mich zu diesen Verfahren. Einige Kollegen meinen zwar das diesem Verfahren nur noch geschichtliche Bedeutung zukommt, ich hingegen verwende es öfter um Hypnotisanden in einen ruhigen Zustand zu bringen. Es kann als erwiesen angesehen werden das von den Händen eines Strahlung ausgeht (wie immer man diese auch nennen mag). Da wir wissen das jeder monotone Dauer Reiz zu einer hypnotischen Umschaltung führen kann gehören für mich auch die mesmerischen Striche dazu. Diese Vorgehensweise mag zwar etwas Okkult anmuten, doch sie funktioniert hervorragend.

Hierbei werden die Hände in einem Abstand von 2-3 cm zum Körper des Hypnotisanden beginnend am Scheitel über den Körper geführt bis zu den Knien. Dieses streichen von oben nach unten geschieht mehrere Male (verlassen sie sich auf ihren Instinkt). Die Hand innen Flächen sind dabei dem Körper des Hypnotisanden zugekehrt. Die rechte Hand sollte dabei die linke Körperseite die linke Hand die Rechte Körperhälfte des Hypnotisanden bestreichen. Man kann hier auch die mittleren Striche einsetzen die zu Vertiefung des Hypnosezustandes führen, diese Striche führen vom Scheitel bis zum Brustkorb. Des weiteren gibt es auch noch die kleinen Striche vom Scheitel bis zum Hals, diese vertiefen den hypnotisch Zustand. Die Rückführung aus diesem so erreichten Hypnotischen Zustand geschieht in umgekehrter Reihenfolge, mit Strichen von unten nach oben und mit Querstreichen über den Körper.
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Zu den Haptischen Einleitungsverfahren gehören auch die Katalepsiesuggestion und die Durchblutungssuggestion. Bei der Katalepsiesuggestion kann zum Beispiel folgendermaßen vorgegangen werden: „Ihr linker Arm wird jetzt immer schwerer und schwerer, (mit diesen Worten streicht man von oben nach unten beginnend an der Schulter endend an den Fingerspitzen) und immer mehr spüren Sie die mit jedem streichen meiner Hand ihr Arm immer schwerer und schwerer wird, jedes streichen über ihren Arm lässt ihren Armen immer schwerer und schwerer werden, ganz angenehm schwer so schwer das sie ihn kaum noch bewegen können, je mehr sie versuchen ihren Arm zu heben desto schwerer wird er immer schwerer und schwerer“.

Durchblutungssuggestion: „Ihr Magen wird jetzt strömend warm, ihr Magen wird immer mehr durchblutet ich lege jetzt meine Hand auf ihre Magengegend, um die Durchblutung noch weiter zu steigern. Ganz deutlich spüren Sie die intensive Wärme die von meiner Hand ausgeht. Durch diese intensive Wärme lösen sich alle Verspannungen und ihr Magen wird immer wärmer und wärmer, ganz angenehm warm“.

Diese Suggestion ist hier natürlich nicht als Hypnoseeinleitung zu sehen sondern kann bei leichtem Unwohlsein in der Magengegend verwendet werden.

Bei solchen Einleitungsverfahren oder Suggestionen muss natürlich die Wirkung die nicht über die Hypnosesitzung hinaus anhalten soll wieder zurückgenommen werden. Zum Beispiel so: „ich streiche nun von unten nach oben über ihren linken (rechten) Arm. Mit jedem Strich über ihren Arm von unten nach oben wird der Arm wieder leichter und leichter bisher das Gefühl des normalen Körpergewichts wieder erreicht hat. Der Arm wird jetzt wieder ganz normal leicht und Sie können ihn gut bewegen, ihr Arm ist nun wieder ganz normal leicht und die volle Beweglichkeit“.
Quellen: http://gesundheit.wegweiser-pinzgau.at/haptische-einleitungsverfahren/

Über ein Jahrhundert lang wurde Mesmers Heilmethode erfolgreich angewendet. Seine theoretischen Grundlagen der magnetischen Beeinflussung führten zur Entdeckung des Lebensmagnetismus die Messmer als reife Frucht in den Schoß fiel, gerade wie Newton das Gravitationsgesetz nach den bahnbrechenden Entdeckungen Keplers. Mesmer heilte seine Kranken durch magnetische Manipulationen, ohne Somnambulismus zu erzeugen und stellte eine Theorie über den von ihm so genannten Magnétisme animal auf. In diesem Buch wird von dem berühmten unvergesslichen Okkultist, Theosoph und Autor Karl Kiesewetter untersucht inwieweit man schon vor Mesmer durch ähnliche Manipulationen ohne Hellsehen heilte und analoge Theorien aufstellte, denn diese lebensmagnetische Heilart ist uralt. Kiesewetter untersucht alte Urkunden der Geschichte bis zu den Hieroglyphen Ägyptens hinauf und schnell wird klar, dass die Kenntnis des Magnetismus (Mesmerismus) und des heilenden Einflusses eines Menschengeistes auf andere Personen zu allen Zeiten vorhanden war. Es war sorgsam gehütetes Geheimgut Einzelner oder ganzer Kasten. Wo uns aber diese Urkunden im Stich lassen, da führt uns die Keilschriftliteratur der Länder am Euphrat und Tigris in eine graue Vorzeit ein und zeigt uns, dass das älteste vorgeschichtliche Kulturvolk der Erde, die Akkader, diese Zweige des Okkultismus ebenso gut kannten und gebrauchten wie unsere modernen Heilmagnetiseure. Darüber hinaus gibt uns Kiesewetter einen Einblick in Mesmers abenteuerliches Leben, der als Außenseiter vielen Anfeindungen ausgesetzt war und erst sehr spät Anerkennung fand.