Die Abhängigkeit vom Partner

Beziehungen sind aus spiritueller Sicht nichts als Heilträume. Sie bringen Herausforderungen in unser Leben, spiegeln uns unsere Wunden, geben Gelegenheit zu wachsen und legen offen, wo wir uns selbst belügen. Unsere Traumgebilde vom immer währenden Liebes-Glück sind nicht nur offensichtlich realitätsfern, sie verdecken auch die Sicht auf das, was Beziehungen wirklich sind: spirituelle Praxis.

Aber damit sie so wirken können, müssen wir sie wirklich zulassen, sie sehr viel bewusster

leben, unsere Wahrnehmung hinterfragen und vor allem: wirklich zur Heilung bereit sein. Die heilende Beziehung erfordert von uns die Kraft und den Mut, hunderte, vielleicht tausende Male über unseren Schatten zu springen – das Herz immer und immer wieder zu öffnen, selbst wenn in uns starke Emotionen wirken und alles in uns nur weglaufen und sich verschließen möchte.

Wir lernen, Schwäche und Irrtum zuzugeben, uns mit dem Schmerz zu zeigen, hierzubleiben, alles hineinzulegen in das Feld des Vertrauens, das wir mit dem Partner kreieren. Und wir lernen auch uns nicht mehr selbst zu beschränken, unsere Stärke bedingungslos zu leben, unsere Wahrheit zu sprechen. Wenn das gelingt … geschehen Wunder.
(Dank an David Rotter, www.martinuhlemann.de)

Unser wahres Wesen ist Liebe. Jede einzelne Person auf der Erde, egal wie sie handelt, war immer Liebe und wird immer Liebe sein. Menschen handeln nur deshalb im Widerspruch zu diesem inneren Wesen, weil sie unter der Lüge der Unwürdigkeit leiden und unter der Lüge, wir müssten uns den Weg in den Himmel erst verdienen. Und viele Menschen sind bemüht, dieses Leiden durch ein Verhalten zu vermeiden, das nicht im Einklang ist mit der Liebe die sie sind.

Wie können wir unsere Beziehungen befreien und gemeinsam einen Himmel auf Erden erschaffen? Die Frage führt uns auf eine spirituelle Reise durch die verschiedenen Ebenen von Beziehungen und zu uns selbst. Denn jede Beziehung ist immer ein Spiegel der Beziehung zu uns selbst, zum Leben und zum Göttlichen.
Beziehungen der 3. Dimension

Weil Menschen ihre Trennung vom Wesen der Liebe und von der göttlichen Lebensenergie spüren, versuchen sie, diese Liebe und Energie voneinander durch Beziehungen zu erhalten.

Beziehungen, die hauptsächlich auf gegenseitiger Abhängigkeit basieren und auf „Überleben“ ausgerichtet sind. Ebenfalls wegen dieses Gefühls der Trennung, haben wir einen starken Wunsch, irgendwie Sicherheit, Einheit, Frieden und Einheit in unserem Leben zu schaffen, um wenigstens durch unsere Beziehungen wieder verbunden zu sein, und wir spüren das Bedürfnis, uns geliebt zu fühlen, indem wir Liebhaber, Partner und Freunde haben.

Wir ordnen uns den Bedürfnissen unserer Partner und Freunde, Familie und Arbeit unter, geben unsere Kraft weg für diese Illusionen. Aber diese Beziehungen werden zwangsläufig auseinanderfallen, weil sie auf einem kraftlosen Prinzip aufbauen, wo alle beteiligten ihre Macht aufgeben.

In der typischen dreidimensionalen Realität beziehen sich Menschen selten bewusst auf das wahre Wesen des Anderen oder die göttliche Seelenverbindung in der Beziehung. Wir sind in der Regel eigentlich in einer Beziehung mit unseren Bildern, Wahrnehmungen, Vorstellungen, Ideen, unseren Vereinbarungen mit und über diese Beziehung, Person oder Gruppe – mit dem, was wir denken oder glauben, dass sie für uns sind, oder sein sollten. Wir sind in der Regel in Beziehungen mit einer Idee, einem Konzept, einem Glauben und oft auch mit romantischen Phantasien auf der Grundlage der gegenseitigen Vereinbarung, die Illusionen der Unwürdigkeit, des Mangels, der Trennung, und des Feind-Bewusstseins zu unterstützen.

Wir helfen einander, emotional zu überleben durch die Stärkung unserer sozialen, sexuellen oder familiären Bindungen. „Ich werde bei dir bleiben, und nett zu dir sein, und ein guter Sexualpartner und guter Lebensgefährte, und ein guter Freund, und ein guter Vater /eine gute Mutter, ich werde mich mit deiner Familie vertragen und deinen Freunden und Kollegen, damit unser soziales, emotionales, sexuelles und finanzielles Überleben gesichert ist. Wir werden von der Gesellschaft und Familie unterstützt werden, weil wir anständige, verantwortungsvolle Bürger sind, die das Richtige tun, Kinder haben, unseren Urlaub mit der Familie verbringen, jeden Tag zur Arbeit gehen und immer das faschistische Regime unterstützen, das gerade an der Macht ist.“

Aus einer spirituellen Perspektive, ist die typische Beziehung auf Illusion und Angst aufgebaut. Und deine Wahl ist: Erhältst Du die Illusionen aufrecht oder zerbrichst du alle Illusionen durch die Annahme deiner Göttlichkeit und Souveränität? Die Wahl ist: Hältst du die Vereinbarung aufrecht, einander das Gefühl zu geben geliebt und gebraucht zu werden … und machst damit diese Art von Beziehungen wichtiger als deiner eigenen Wahrheit zu folgen, deinem eigenen Geist; wichtiger als die Verkörperung deiner eigenen göttlichen Präsenz; wichtiger als die Kenntnis der Wahrheit; wichtiger als den Himmel auf Erden zu erschaffen? Oder nimmst du deine göttliche Souveränität an und machst es zur einzigen Seelen-Priorität in deinem Leben, deiner eigenen Wahrheit und deiner Seele zu folge?

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